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Fladungen

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Urkunde zur Bindung einer Partnerschaft

WIR, die in freier Wahl berufenen Bürgermeister der Stadt FLADUNGEN und dem Markt NASSENFELS, versprechen, die zwischen der Stadt und dem Markt entstandenen partnerschaftlichen Beziehungen zu pflegen und zu vertiefen.

Es ist unser gemeinsamer Wille, in herzlichem Einvernehmen miteinander Verbindung zu halten, für den Geist gegenseitigen Verständnisses einzutreten und nach besten Kräften dafür zu sorgen, daß die Bürger der Gemeinden sich kennen, verstehen und schätzen lernen.

Wir denken an Begegnungen junger Menschen, an den Austausch kultureller Werte, an Gespräche über kommunalpolitische Erfahrungen, kurz an alles, was menschliche Beziehungen anzuregen und zu festigen vermag.

Wir versprechen uns von solchen Kontakten eine wertvolle Bereicherung unserer Anschauungen und eine wechselseitige Befruchtung auf allen Gebieten unseres Lebens. Nicht zuletzt aber hoffen wir, durch die freundschaftliche Verbindung unserer Orte und die Zusammenführung unserer Bürger einen Beitrag zur Verständigung der Völker und zur Sicherung des Friedens und der Freiheit zu leisten.

Nassenfels, den 05. Juli 1986

Der Bürgermeister        Der Bürgermeister
der Stadt Fladungen     des Marktes Nassenfels
Raimund Goldbach       Peter Hecker

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Nassenfelser beim Partnerschaftstreffen in Fladungen´s Partnerstadt Nora/Schweden

„Refugees Welcome? Zwischen Willkommenskultur, Fremdenangst und Fremdenhass“ war das Thema eines europäischen Städtepartnerschaftstreffens vom 23. bis 26. März in Nora/Schweden, an dem sich auch eine kleine Delegation aus dem Markt Nassenfels beteiligt hat. Das Treffen findet alljährlich mit einem speziellen Schwerpunktthema zwischen den Partnern der Stadt Fladungen/Rhön statt, zu denen neben Nora/Schweden, Kõo/Estland auch der Markt Nassenfels gehört. Mit dabei war auch die Gemeinde Hône/Italien, welche eine Partnerschaft zu Nora hat.

In Workshops und Arbeitskreisen wurde die Flüchtlingskrise ausführlich besprochen und behandelt. Im Vordergrund stand der Austausch von Erfahrungen, insbesondere auch wie die Flüchtlingssituation in den jeweiligen Partnergemeinden direkt vor Ort aus und wie ihr versucht wird, zu begegnen?

Während dieser Gespräche stellte sich heraus, dass es in den verschiedenen Ländern Gemeinsamkeiten aber auch völlig unterschiedliche Voraussetzungen und Herangehensweisen gibt, die Flüchtlinge willkommen zu heißen und in die neue Umgebung und Gesellschaft zu integrieren.

Über die aktuelle Situation im Markt Nassenfels und wie versucht wird, hier dieser Herausforderung gerecht zu werden, berichteten der Bürgermeister Thomas Hollinger und Marktrat Daniel Crusius den anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den teilnehmenden europäischen Städten.

Besonders eindrucksvoll waren auch die Schilderungen von „Mido“, einem jungen Syrer, der aktuell in Nora wohnt. Er erzählte von den Beweggründen seine Heimat zu verlassen, der entbehrungsreichen Flucht nach Europa und der ersten Zeit in Schweden.

In den weiterführenden Diskussionen wurde herausgearbeitet, dass es wichtig ist, dass beide Seiten, die Einheimischen und die Flüchtlinge, aufeinander zu gehen. Die Einheimischen müssen bereit sein, den Flüchtlingen ohne Vorurteile gegenüberzutreten. Die Flüchtlinge ihrerseits müssen den Willen haben, sich der neuen Umgebung anzupassen, die Landessprache zu lernen und sich integrieren zu lassen.

Trotz des großen Arbeitspensums kam auch die Geselligkeit und der Kontakt mit den Menschen in Nora nicht zu kurz und nach 4 Tagen in Schweden fiel der Abschied schwer. Vor allem die Gastfreundschaft, die herzliche Aufnahme durch die Bevölkerung, der Gasteltern und die hervorragende Organisation des Treffens hatten es allen Teilnehmern angetan.

Im nächsten Jahr wollen sich die Partnergemeinden voraussichtlich in Hone/Italien treffen. Man darf gespannt sein, welches Thema dort auf der Agenda stehen wird.

Bild 1 – Foto Max Meier:

Über die aktuelle Situation im Markt Nassenfels und wie versucht wird, hier dieser Herausforderung gerecht zu werden, berichteten der Bürgermeister Thomas Hollinger und Marktrat Daniel Crusius den anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den teilnehmenden europäischen Städten.

Bild 2 – Foto Max Meier:

Die Stadt Nora, gut 200 km westlich von Stockholm gelegen, liegt idyllisch mit historischem Bahnhof direkt an einem See, der zum Teil noch gefroren war. Seine frühere, wirtschaftliche Blüte hatte die Stadt in den letzten Jahrhunderten dem Eisenerzabbau zu verdanken.

Bild 3 – Foto Max Meier:

Das Bild zeigt die Nassenfelser Delegation und einige Fladunger, welche natürlich beim letzten Abend die bayerische Tradition im schwedischen Ausland hochhielten.

Bild 4 – Foto: Ulrike Weydringer:

Wieder ein tolles Erlebnis für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen des diesjährigen Partnerschaftstreffens in Nora/Schweden. Im kommenden Jahr soll es nach Hône/Italien gehen.